Beharrlichkeit zahlt sich aus!  Kampagne „Null Promille in der Schwangerschaft" durchgesetzt

Im zweiten Anlauf hat der Landtagsausschuss für Umwelt und Gesundheit meine Inititative für eine Aufklärungskampagne gegen Alkoholkonsum in der Schwangerschaft beschlossen.

Ich bin erleichtert - endlich sieht auch die Regierungspartei ein: Alkohol in der Schwangerschaft kann zu irreparablen Langzeitschäden führen - auch bei kleinsten Mengen und angesichts der hohen Zahlen der Betroffenen besteht Handlungsbedarf!

Noch vor einem Jahr lehnten CSU und FDP meinen Antrag „ Null Promille in der Schwangerschaft" als Maßnahme gegen riskanten Alkoholkonsum ab.

Grund für meine Initiative war unter Anderem die Studie der Berliner Charité aus dem Jahr 2008, nach der 58% der Schwangeren gelegentlich Bier und Schnaps trinken.

Ungeborene bauen Alkohol zehn Mal langsamer ab als ihre Mutter. Fetaler Alkoholkonsum ist die häufigste Ursache von irreversiblen Entwicklungsstörungen. Neben körperlichen Einschränkungen, seelischen Störungen, Verhaltensauffälligkeiten wie Hyperaktivität, haben Betroffene mehr oder weniger große Einschränkungen beim Lernen.

Das heißt: Das Trinkverhalten entscheidet auch über schulischen und beruflichen Erfolg!

Wichtig ist: Schwangere, medizinisches Personal aber auch die Gesellschaft insgesamt müssen sensibilisiert werden, dass Alkoholkonsum in welcher Menge auch immer während der Schwangerschaft gefährlich ist und fatale Folgen haben kann. Das sogenannte Fetale Alkoholsyndrom ist mit etwa 4000 betroffenen Kindern pro Jahr eine der häufigsten angeborenen Behinderungen und doppelt so häufig wie das Down Syndrom.

Bei Verzicht auf Alkohol während der Schwangerschaft sind diese Fälle zu 100 Prozent vermeidbar!

 

 

Gemeinschaftssschule 

 

 

Ja zu einer guten Gesundheitsversorgung für alle!

Gesundheit ist ein wertvolles Gut. Jeder Mensch muss Zugang zur bestmöglichen medizinischen Versorgung haben. Wir wollen eine Gesellschaft, in der alle solidarisch füreinander einstehen.

  • Die Kopfpauschale ist ungerecht, weil sie unabhängig vom Einkommen erhoben wird. Die Kosten für Geringverdiener steigen und Bezieher hoher Einkommen tragen weniger bei.
  • Sie macht einen sozialen Ausgleich nur noch durch Bittstellerei beim Staat möglich.
  • Und sie führt dazu, dass gute medizinische Leistungen nur noch über private Zusatzversicherungen zu bekommen sein werden.

Wir wollen ein solidarisches Gesundheitssystem, in dem die Kosten für Gesundheit gerecht auf alle Schultern verteilt werden. Wir sagen Nein zur Kopfpauschale!

 

 

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Mädchenparlament 2011

Zum diesjährigen Mädchenparlament der SPD-Landtagsfraktion kamen zehn Mädchen der 10. Klasse der Realschule Unterpfaffenhofen in den Bayerischen Landtag. Hier konnten sie für einen Tag in die Rolle einer Abgeordneten schlüpfen. Die "Abgeordneten" Angelika Heinzel und Simone Seibt haben ihren Tag im Maximilianeum beschrieben. Ihren Bericht finden Sie hier:

Mädchenparlament 2011

"Teilnahme am Mädchenparlament der SPD

Am 11. April 2011 wurden insgesamt 10 Mädchen der Klassen 10 B und 10 D von Frau Sonnenholzner, Mitglied des Landtags, eingeladen einen Tag im Mädchenparlament zu verbringen. Dort mussten wir uns zuerst in Listen eintragen zu verschiedenen Themen, wie „Mit 10 Facebook?"; „Mehr Macht für Jugendliche"; „Lieber schlau als blau! Strategien gegen Alkohol!" und noch viele mehr. Nach einer kleinen Einführung im Plenarsaal von Frau Werner-Muggendorfer und Frau Dr. Strohmayr sind wir in separate Besprechungsräume gegangen, damit die Ausschüsse und Arbeitsgruppen tagen konnten. In den jeweiligen Räumen wurde dann die entsprechenden Themen von uns, den Abgeordneten, besprochen. Ziel war es, dass jeder Ausschuss einen Antrag stellt, in dem ein neuer Gesetzesentwurf vorgeschlagen wird. Es war schon ziemlich interessant zu erleben, wie schwierig es sein kann in nur wenigen Stunden zu einem gemeinsamen Ergebnis zu. Dieses formulierten wir dann zu einen Antrag der später im Plenum gestellt wurde. Nach der Mittagspause versammelten wir uns dann im Sitzungssaal. Jeder Ausschuss stellte seinen Antrag mit Vor-, und Nachteilen vor, damit anschließend über die Themen diskutiert werden konnte. Wir saßen auf den Stühlen der Abgeordneten und wurden zum stellen des Antrags aufgerufen. Wie im richtigen Parlament stand dann diejenige am Rednerpult vor dem gesamten Plenum. Zu jedem Thema wurden jeweils beide Seiten vorgetragen. So wurde jede umfassend informiert und konnte sich anschließend eine Meinung bilden. Bevor es zur Abstimmung kam hatten alle Abgeordneten die Gelegenheit zur Wortmeldung. Die SPD Abgeordneten des Landtags hörten uns dabei die ganze Zeit zu. Sogar Herr Rinderspacher, SPD-Landtagsfraktionschef, war teilweise dabei. Durch Handzeichen wurde nachher über alle Anträge abgestimmt. Am Ende der Veranstaltung wurden wir noch aufgefordert unsere Ideen für das - dann schon - sechste Mädchenparlament abzugeben. Wir wurden mit herzlichen Dank verabschiedet. Somit war unser Tag als Abgeordnete um 15:30 Uhr zu Ende."

Autoren: Angelika Heinzel, Simone Seibt


Artikel aus dem Münchner Merkur vom 16./17. April 2011 | Nr. 89

Germering - Zehn junge Frauen der Realschule haben sich auf Einladung der gesundheitspolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Kathrin Sonnenholzner am Mädchen-Parlament beteiligt. Sie diskutierten über Themen wie „Mit zehn in Facebook?",„Ende der Atomkraft?" oder „Mobbing an Schulen - zu wenig Hilfen?". Ganz wie im richtigen Leben einer Parlamentarierin formulierten sie Anträge, um schließlich im Plenum darüber abzustimmen.

Das Ergebnis fasste Sonnenholzner so zusammen: „Wir haben gesehen, wie engagiert Mädchen für ihre Interessen eintreten können wenn man sie lässt." Sie unterstrich deswegen noch einmal eine Forderung ihrer Partei: „Mehr Frauen in die Parlamente." Denn: Im Bayerischen Landtag seien Frauen deutlich unterrepräsentiert.
Der Anteil der weiblichen Abgeordneten betrage insgesamt nur 31 Prozent. tb

 


 

 



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